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Urlaub in Südtirol - Der Reiseblog von Tatjana Rasbortschan © Foto: Rasbortschan
MAG. TATJANA RASBORTSCHAN   KARL-ADRIAN-STR. 3 - A-5020 SALZBURG   TELEFON 0043  662  85 41 38   FAX 0043  662  85 41 38   E-MAIL INFO@RASBORTSCHAN.AT NEWSLETTER ABO TIPPS       LOKALE MIT SCHÖNEM AUSBLICK   FOTO LOCATION
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© COPYRIGHT-HINWEIS: DER GESAMTE INHALT DIESER WEBSITE IST DURCH COPYRIGHT GESCHÜTZT. Sollten Sie den Wunsch haben, etwas hiervon zu verwenden, stehe ich Ihren Wünschen grundsätzlich offen gegenüber. Anfragen zur möglichen öffentlichen Verwendung von Material, ob insgesamt oder nur in Auszügen, sind willkommen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an mich. Ihre Tatjana Rasbortschan

„ZUN OACHORTUTTN KRIAGN“

„ZUM GÄNSEHAUT BEKOMMEN, DIE DOLOMITEN!“

DIE DREI ZINNEN

An alle Foto-Freaks: Achtung hohes Suchtpotential (mich hat´s unheilbar erwischt!!!) Der absolute Klassiker der Wanderungen in den Dolomiten ist wohl die um die Drei Zinnen  inmitten der Sextner Dolomiten. Die markanten Felstürme zogen auch uns magisch an, sahen wir sie doch schon so oft auf Postkarten oder Titelbildern von (Berg-)Magazinen! Ein warmer sonniger Spätherbsttag ermöglichte es endlich - nach einigen abgeblitzten Versuchen, weil es entweder das Wetter oder die Jahreszeit verhinderte - unser Traumziel zu erreichen. Wir fuhren von der Südtiroler Seite des Gebirgsmassivs von Toblach (Pustertal)  mit seinem pittoresken Toblachersee aus (1. unbedingter Fotostopp), an dem Gustav Mahler sein Komponierhäuschen hatte, durch das Höhlensteintal zum Dürrensee  und weiter Richtung Misurina an der Trentinischen Grenze. (Wenn man diese Strecke bis zur Auronzo Hütte  geschafft hat, ohne 10 Fotostopps zu machen, steht der eigentlichen Wanderung auch nichts mehr im Wege…  )

Martins O-Ton, nach meinem 2. erbettelten Fotostopp auf der Fahrt hinauf: „Willst Du heute Wandern gehen, oder eine Fotosafari machen?“ („Ehrlich gesagt beides und statt einen 24- Stundentag einen 48 Stunden Wander-Fotografier-Staun-Tag“)" Da man immer direkt auf die Felsflanken zufährt und sich im Dürrensee  auch noch die dramatische Kulisse durch sanfte morgendliche Nebelschwaden hindurch spiegelt, blieb Martin nichts anderes übrig, als tatsächlich ein 3. mal stehen zu bleiben. Aber auch er bewunderte dieses Schauspiel. Angekommen am Misurina See  (auch wunderschön gelegen, aber schon ein anderes Mal ausgiebig fotografiert!), bogen wir links ab und fuhren am malerischen Lago Antorno eben nicht vorbei, weil sich in ihm die 3 Zinnen spiegelten (!), also war der 3. Fotostopp angesagt (T´schuldigung, Martin, tut mir sehr leid!), bis zu einer Schranke, ab der eine Maut eingehoben wird. Wir stellten das Auto am großen Parkplatz bei der Auronzo Hütte (2.320 m) ab und Martin machte sich auf den Weg Nr. 101, der die Zinnenumrundung markiert. Ich musste nämlich noch unbedingt Fotos vom Parkplatz aus machen und konnte erst dann meinem schön langsam am Horizont entschwindenden Martin nachkommen. Wobei das nicht so einfach ist, denn er hat einen recht ausladenden, knackigen Ausschritt…! Aber er geht nach Gehör! Ich habe nämlich ein Kuh-Glöckchen am Fotoapparattascherl montiert, damit er, hört er dieses Glöckchen nicht mehr bimmeln, weiß, dass er stehen bleiben muss und auf mich warten. Feine Sache - zumindest für mich  ! Da es schon spät im Herbst (Ende Oktober) war, hatten die Hütten zu, und es waren bedeutend weniger Wanderer unterwegs als im Sommer, wo es schon mal eng wird. Aber Martin ist der Beste, denn er trägt den Proviant auch für mich immer mit.

Ein echter Kavalier, mit den Worten „Ok, darf ich heute eh wieder Dein Trag-Eserl sein?“ „Jaaaa, bitte, sehr lieb von Dir!“ Allerdings können auch zu dieser späten Jahreszeit schon Schnee- und Eisreste den Weg bedecken, aber bei uns war das nur kurz der Fall. Das unglaubliche Panorama der Cadini-Gruppe gegenüber des Weges und des Auronzosees tief im Tal raubte uns fast die frische (Gebirgs-)Luft und verlängerte die Wanderzeit mindestens für 5 Minuten Fotostopp! Aber dieser Weg zeigt auch die düstere und leidvolle Geschichte des 2. Weltkrieges und man wird mit einem Denkmal und einer Kapelle für die gefallenen Krieger daran erinnert. Stellungen aus dieser Zeit, in den Fels gegrabene Schützengräben, Holzbretter von Verschlägen sind noch gut zu sehen. Am gegenüberliegenden Berg Monte Piana gibt es einen eigenen Lehrpfad dazu. Ein sehr trauriges Stück Vergangenheit!!! Nach schaurigen Gedenkminuten machten wir uns weiter auf den Weg, der bis zur Lavaredo Hütte  (2.344 m) Kinderwagentauglich ist (ca. 45 min Gehzeit). Danach beginnt linker Hand ein Steig über die Lavaredo Scharte (2.454 m), der nach dem Sattel wieder in einen breiteren Schotterweg mündet. Man könnte aber auch die längere und gemütlichere Variante gerade aus weiter wählen, aber wozu, wenn es eine schwierigere gibt,-)))! Der Blick von der Scharte war einzigartig (auch einzigartig windig-), verlängerte die Marschdauer um mindestens 10 min Fotopause und verkürzte die Geduld von Martin eher schon aufs Bedenkliche. Man sah auch schon auf die Dreizinnenhütte (2.405 m), zu der wir geradeaus weitergingen. Hier war es ein wenig rutschig vom Eis der Nacht, aber der Weg war breit genug, um sich nicht zu gefährden. Ein paar tollkühne (Kletter-)Helden klebten in der Nähe der Dreizinnenhütte wie Schwalben in der Wand. Ein paar wagemutige Wanderer, die die Einstiegsroute der Kletterer statt des darunter liegenden Wanderweges nutzten, suchten ängstlich im abschüssigen Schuttkegel nach Halt, um uns nicht auf den Kopf zu fallen. Eigentlich keine gute Idee! An der Dreizinnenhütte (ich doch noch und Martin 10 min früher als ich) angekommen, machten wir eine ausgiebige Pause auf der Terrasse, - zur allgemeinen Begeisterung der dort ansässigen Dohlen! Der heiße Tee tat gut (der Wind war recht "fresh"), die faden Wurstbrote teilten wir brüder- und schwesterlich mit den Dohlen. Eh klar (zumindest für die frechen Dohlen)! Die blauen Bergseen unterhalb der Hütte glitzerten in der Sonne, der Blick konnte bis zu den Hochpustertaler Bergen (Richtung Sillianer Hütte), dem Paternkofel (ein Berg der Sextner Sonnenuhr) und auf die Drei Zinnen schweifen. Es geht nicht schöner, ehrlich!!! Fotopoint hoch 10  ) ! Widerwillig verließ ich den Platz (weil ich gerne angewachsen wäre, Martin hingegen wollte weiter wandern), der nahe dem Himmel und der Sonne scheint und gingen ein kurzes Stück bergab, um rechts dann dem Wanderweg zu folgen, der dann gleich darauf links hinunter in das Tal unterhalb der Drei Zinnen zur Malga Langalm führt. Hier kamen wir an Kriegsstellungen vorbei und sahen in den Steilwänden neben der Dreizinnenhütte auch die Höhlen, die im Krieg in den Stein gehauen wurden. Der Steig führt kurz steil bergab durch die kleine Talsohle direkt den Drei Zinnen entlang und steigt noch steiler wieder empor. Bei der Langalm angekommen, warfen die Drei Zinnen schon lange Schatten, und die Sonne blinzelte nur mehr zwischen den einzelnen Türmen durch. Die kleinen grünen Lacken bei der Langalm waren schon halb zugefroren und es wurde zusehends kühler. Wir stellten fest, dass wir zu wenig Getränke mit hatten, also kosteten wir vom Quellwasser des Almbrunnens. Das war auch fresh (den Ausdruck hab ich vor einiger Zeit von einem Teenager im Fernsehen gelernt), sogar very fresh, aber gut. Weit hatten wir nicht mehr bis zum Auto, ca. eine halbe Stunde. Der schmale Pfad war zwar nicht mehr so steil, aber dafür etwas abschüssig. Der Blick fiel fast gerade hinunter in den Schlund des Kerbtales. Mag ich nicht. War nur eine kurze unangenehme Passage. Bei einem Holzgatter (Mittlere Scharte) angekommen, wurde der Weg Gott sei Dank wieder breit und die Sicht öffnete sich wieder auf die Cadini di Misurina  und auch auf den Misurina See. Ein Herbsttraum wurde wahr! (Das wir hier wieder mächtig Zeit für einen Fotostopp verloren brauch´ ich glaub ich nicht mehr dazusagen…! Aber die Geduld von Martin war eh schon vorher aufgebraucht, daher ging das noch mit…!) Nach ca. 3,5 Stunden reiner Gehzeit (also alle Fotostopps abgezogen) und ca. 300 Höhenmetern kamen wir beim Auto an und hatten eine unvergessliche Wanderung hinter uns, die von Anfang bis zum Schluss ein einziger Fotopoint war (armer Martin! – Ich werde mich bessern, ehrlich!)! Tipp: Die Drei Zinnen können auch vom Fischleinboden im Fischleintal aus erwandert und umrundet werden. Man muss dafür ebenfalls 4 Stunden aber 900 Höhenmeter berechnen.
Die Drei Zinnen - Sextner Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Ferien in den Bergen - Bergtour in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Ferien in den Bergen - Bergtour in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Ferien in den Bergen - Bergtour in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Die 3 Zinnen - Bergtour Wanderung Dolomiten - Der Reiseblog © Foto: Rasbortschan Die 3 Zinnen - Bergtour Wanderung Dolomiten - Der Reiseblog © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Traumhafter Ausblick in den Dolomiten - Urlaub in Südtirol © Foto: Rasbortschan Die Drei Zinnen - Sextner Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan
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„ZUM GÄNSEHAUT BEKOMMEN, DIE

DOLOMITEN!“

DIE DREI ZINNEN

An alle Foto-Freaks: Achtung hohes Suchtpotential (mich hat´s unheilbar erwischt!!!) Der absolute Klassiker der Wanderungen in den Dolomiten ist wohl die um die Drei Zinnen  inmitten der Sextner Dolomiten. Die markanten Felstürme zogen auch uns magisch an, sahen wir sie doch schon so oft auf Postkarten oder Titelbildern von (Berg- )Magazinen! Ein warmer sonniger Spätherbsttag ermöglichte es endlich - nach einigen abgeblitzten Versuchen, weil es entweder das Wetter oder die Jahreszeit verhinderte - unser Traumziel zu erreichen. Wir fuhren von der Südtiroler Seite des Gebirgsmassivs von Toblach (Pustertal)  mit seinem pittoresken Toblachersee aus (1. unbedingter Fotostopp), an dem Gustav Mahler sein Komponierhäuschen hatte, durch das Höhlensteintal zum Dürrensee  und weiter Richtung Misurina an der Trentinischen Grenze. (Wenn man diese Strecke bis zur Auronzo Hütte  geschafft hat, ohne 10 Fotostopps zu machen, steht der eigentlichen Wanderung auch nichts mehr im Wege…  )

Martins O-Ton, nach meinem 2. erbettelten Fotostopp auf der Fahrt hinauf: „Willst Du heute Wandern gehen, oder eine Fotosafari machen?“ („Ehrlich gesagt beides und statt einen 24- Stundentag einen 48 Stunden Wander- Fotografier-Staun-Tag“)" Da man immer direkt auf die Felsflanken zufährt und sich im Dürrensee  auch noch die dramatische Kulisse durch sanfte morgendliche Nebelschwaden hindurch spiegelt, blieb Martin nichts anderes übrig, als tatsächlich ein 3. mal stehen zu bleiben. Aber auch er bewunderte dieses Schauspiel. Angekommen am Misurina See  (auch wunderschön gelegen, aber schon ein anderes Mal ausgiebig fotografiert!), bogen wir links ab und fuhren am malerischen Lago Antorno eben nicht vorbei, weil sich in ihm die 3 Zinnen spiegelten (!), also war der 3. Fotostopp angesagt (T´schuldigung, Martin, tut mir sehr leid!), bis zu einer Schranke, ab der eine Maut eingehoben wird. Wir stellten das Auto am großen Parkplatz bei der Auronzo Hütte (2.320 m) ab und Martin machte sich auf den Weg Nr. 101, der die Zinnenumrundung markiert. Ich musste nämlich noch unbedingt Fotos vom Parkplatz aus machen und konnte erst dann meinem schön langsam am Horizont entschwindenden Martin nachkommen. Wobei das nicht so einfach ist, denn er hat einen recht ausladenden, knackigen Ausschritt…! Aber er geht nach Gehör! Ich habe nämlich ein Kuh-Glöckchen am Fotoapparattascherl montiert, damit er, hört er dieses Glöckchen nicht mehr bimmeln, weiß, dass er stehen bleiben muss und auf mich warten. Feine Sache - zumindest für mich  ! Da es schon spät im Herbst (Ende Oktober) war, hatten die Hütten zu, und es waren bedeutend weniger Wanderer unterwegs als im Sommer, wo es schon mal eng wird. Aber Martin ist der Beste, denn er trägt den Proviant auch für mich immer mit.

Ein echter Kavalier, mit den Worten „Ok, darf ich heute eh wieder Dein Trag-Eserl sein?“ „Jaaaa, bitte, sehr lieb von Dir!“ Allerdings können auch zu dieser späten Jahreszeit schon Schnee- und Eisreste den Weg bedecken, aber bei uns war das nur kurz der Fall. Das unglaubliche Panorama der Cadini- Gruppe gegenüber des Weges und des Auronzosees tief im Tal raubte uns fast die frische (Gebirgs-)Luft und verlängerte die Wanderzeit mindestens für 5 Minuten Fotostopp! Aber dieser Weg zeigt auch die düstere und leidvolle Geschichte des 2. Weltkrieges und man wird mit einem Denkmal und einer Kapelle für die gefallenen Krieger daran erinnert. Stellungen aus dieser Zeit, in den Fels gegrabene Schützengräben, Holzbretter von Verschlägen sind noch gut zu sehen. Am gegenüberliegenden Berg Monte Piana gibt es einen eigenen Lehrpfad dazu. Ein sehr trauriges Stück Vergangenheit!!! Nach schaurigen Gedenkminuten machten wir uns weiter auf den Weg, der bis zur Lavaredo Hütte  (2.344 m) Kinderwagentauglich ist (ca. 45 min Gehzeit). Danach beginnt linker Hand ein Steig über die Lavaredo Scharte (2.454 m), der nach dem Sattel wieder in einen breiteren Schotterweg mündet. Man könnte aber auch die längere und gemütlichere Variante gerade aus weiter wählen, aber wozu, wenn es eine schwierigere gibt,-)))! Der Blick von der Scharte war einzigartig (auch einzigartig windig-), verlängerte die Marschdauer um mindestens 10 min Fotopause und verkürzte die Geduld von Martin eher schon aufs Bedenkliche. Man sah auch schon auf die Dreizinnenhütte (2.405 m), zu der wir geradeaus weitergingen. Hier war es ein wenig rutschig vom Eis der Nacht, aber der Weg war breit genug, um sich nicht zu gefährden. Ein paar tollkühne (Kletter-)Helden klebten in der Nähe der Dreizinnenhütte wie Schwalben in der Wand. Ein paar wagemutige Wanderer, die die Einstiegsroute der Kletterer statt des darunter liegenden Wanderweges nutzten, suchten ängstlich im abschüssigen Schuttkegel nach Halt, um uns nicht auf den Kopf zu fallen. Eigentlich keine gute Idee! An der Dreizinnenhütte (ich doch noch und Martin 10 min früher als ich) angekommen, machten wir eine ausgiebige Pause auf der Terrasse, - zur allgemeinen Begeisterung der dort ansässigen Dohlen! Der heiße Tee tat gut (der Wind war recht "fresh"), die faden Wurstbrote teilten wir brüder- und schwesterlich mit den Dohlen. Eh klar (zumindest für die frechen Dohlen)! Die blauen Bergseen unterhalb der Hütte glitzerten in der Sonne, der Blick konnte bis zu den Hochpustertaler Bergen (Richtung Sillianer Hütte), dem Paternkofel (ein Berg der Sextner Sonnenuhr) und auf die Drei Zinnen schweifen. Es geht nicht schöner, ehrlich!!! Fotopoint hoch 10  ) ! Widerwillig verließ ich den Platz (weil ich gerne angewachsen wäre, Martin hingegen wollte weiter wandern), der nahe dem Himmel und der Sonne scheint und gingen ein kurzes Stück bergab, um rechts dann dem Wanderweg zu folgen, der dann gleich darauf links hinunter in das Tal unterhalb der Drei Zinnen zur Malga Langalm führt. Hier kamen wir an Kriegsstellungen vorbei und sahen in den Steilwänden neben der Dreizinnenhütte auch die Höhlen, die im Krieg in den Stein gehauen wurden. Der Steig führt kurz steil bergab durch die kleine Talsohle direkt den Drei Zinnen entlang und steigt noch steiler wieder empor. Bei der Langalm angekommen, warfen die Drei Zinnen schon lange Schatten, und die Sonne blinzelte nur mehr zwischen den einzelnen Türmen durch. Die kleinen grünen Lacken bei der Langalm waren schon halb zugefroren und es wurde zusehends kühler. Wir stellten fest, dass wir zu wenig Getränke mit hatten, also kosteten wir vom Quellwasser des Almbrunnens. Das war auch fresh (den Ausdruck hab ich vor einiger Zeit von einem Teenager im Fernsehen gelernt), sogar very fresh, aber gut. Weit hatten wir nicht mehr bis zum Auto, ca. eine halbe Stunde. Der schmale Pfad war zwar nicht mehr so steil, aber dafür etwas abschüssig. Der Blick fiel fast gerade hinunter in den Schlund des Kerbtales. Mag ich nicht. War nur eine kurze unangenehme Passage. Bei einem Holzgatter (Mittlere Scharte) angekommen, wurde der Weg Gott sei Dank wieder breit und die Sicht öffnete sich wieder auf die Cadini di Misurina  und auch auf den Misurina See. Ein Herbsttraum wurde wahr! (Das wir hier wieder mächtig Zeit für einen Fotostopp verloren brauch´ ich glaub ich nicht mehr dazusagen…! Aber die Geduld von Martin war eh schon vorher aufgebraucht, daher ging das noch mit…!) Nach ca. 3,5 Stunden reiner Gehzeit (also alle Fotostopps abgezogen) und ca. 300 Höhenmetern kamen wir beim Auto an und hatten eine unvergessliche Wanderung hinter uns, die von Anfang bis zum Schluss ein einziger Fotopoint war (armer Martin! – Ich werde mich bessern, ehrlich!)! Tipp: Die Drei Zinnen können auch vom Fischleinboden im Fischleintal aus erwandert und umrundet werden. Man muss dafür ebenfalls 4 Stunden aber 900 Höhenmeter berechnen.
Die Drei Zinnen - Sextner Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Ferien in den Bergen - Bergtour in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Ferien in den Bergen - Bergtour in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Ferien in den Bergen - Bergtour in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Die 3 Zinnen - Bergtour Wanderung Dolomiten - Der Reiseblog © Foto: Rasbortschan Die 3 Zinnen - Bergtour Wanderung Dolomiten - Der Reiseblog © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Traumhafter Ausblick in den Dolomiten - Urlaub in Südtirol © Foto: Rasbortschan Die Drei Zinnen - Sextner Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan Urlaub in Südtirol - Bergwandern in den Dolomiten © Foto: Rasbortschan

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DIE DREI ZINNEN

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Martins O-Ton, nach meinem 2. erbettelten Fotostopp auf der Fahrt hinauf: „Willst Du heute Wandern gehen, oder eine Fotosafari machen?“ („Ehrlich gesagt beides und statt einen 24- Stundentag einen 48 Stunden Wander-Fotografier-Staun-Tag“)" Da man immer direkt auf die Felsflanken zufährt und sich im Dürrensee  auch noch die dramatische Kulisse durch sanfte morgendliche Nebelschwaden hindurch spiegelt, blieb Martin nichts anderes übrig, als tatsächlich ein 3. mal stehen zu bleiben. Aber auch er bewunderte dieses Schauspiel. Angekommen am Misurina See  (auch wunderschön gelegen, aber schon ein anderes Mal ausgiebig fotografiert!), bogen wir links ab und fuhren am malerischen Lago Antorno eben nicht vorbei, weil sich in ihm die 3 Zinnen spiegelten (!), also war der 3. Fotostopp angesagt (T´schuldigung, Martin, tut mir sehr leid!), bis zu einer Schranke, ab der eine Maut eingehoben wird. Wir stellten das Auto am großen Parkplatz bei der Auronzo Hütte (2.320 m) ab und Martin machte sich auf den Weg Nr. 101, der die Zinnenumrundung markiert. Ich musste nämlich noch unbedingt Fotos vom Parkplatz aus machen und konnte erst dann meinem schön langsam am Horizont entschwindenden Martin nachkommen. Wobei das nicht so einfach ist, denn er hat einen recht ausladenden, knackigen Ausschritt…! Aber er geht nach Gehör! Ich habe nämlich ein Kuh-Glöckchen am Fotoapparattascherl montiert, damit er, hört er dieses Glöckchen nicht mehr bimmeln, weiß, dass er stehen bleiben muss und auf mich warten. Feine Sache - zumindest für mich  ! Da es schon spät im Herbst (Ende Oktober) war, hatten die Hütten zu, und es waren bedeutend weniger Wanderer unterwegs als im Sommer, wo es schon mal eng wird. Aber Martin ist der Beste, denn er trägt den Proviant auch für mich immer mit.

Ein echter Kavalier, mit den Worten „Ok, darf ich heute eh wieder Dein Trag-Eserl sein?“ „Jaaaa, bitte, sehr lieb von Dir!“ Allerdings können auch zu dieser späten Jahreszeit schon Schnee- und Eisreste den Weg bedecken, aber bei uns war das nur kurz der Fall. Das unglaubliche Panorama der Cadini-Gruppe gegenüber des Weges und des Auronzosees tief im Tal raubte uns fast die frische (Gebirgs-)Luft und verlängerte die Wanderzeit mindestens für 5 Minuten Fotostopp! Aber dieser Weg zeigt auch die düstere und leidvolle Geschichte des 2. Weltkrieges und man wird mit einem Denkmal und einer Kapelle für die gefallenen Krieger daran erinnert. Stellungen aus dieser Zeit, in den Fels gegrabene Schützengräben, Holzbretter von Verschlägen sind noch gut zu sehen. Am gegenüberliegenden Berg Monte Piana gibt es einen eigenen Lehrpfad dazu. Ein sehr trauriges Stück Vergangenheit!!! Nach schaurigen Gedenkminuten machten wir uns weiter auf den Weg, der bis zur Lavaredo Hütte  (2.344 m) Kinderwagentauglich ist (ca. 45 min Gehzeit). Danach beginnt linker Hand ein Steig über die Lavaredo Scharte (2.454 m), der nach dem Sattel wieder in einen breiteren Schotterweg mündet. Man könnte aber auch die längere und gemütlichere Variante gerade aus weiter wählen, aber wozu, wenn es eine schwierigere gibt,-)))! Der Blick von der Scharte war einzigartig (auch einzigartig windig-), verlängerte die Marschdauer um mindestens 10 min Fotopause und verkürzte die Geduld von Martin eher schon aufs Bedenkliche. Man sah auch schon auf die Dreizinnenhütte (2.405 m), zu der wir geradeaus weitergingen. Hier war es ein wenig rutschig vom Eis der Nacht, aber der Weg war breit genug, um sich nicht zu gefährden. Ein paar tollkühne (Kletter-)Helden klebten in der Nähe der Dreizinnenhütte wie Schwalben in der Wand. Ein paar wagemutige Wanderer, die die Einstiegsroute der Kletterer statt des darunter liegenden Wanderweges nutzten, suchten ängstlich im abschüssigen Schuttkegel nach Halt, um uns nicht auf den Kopf zu fallen. Eigentlich keine gute Idee! An der Dreizinnenhütte (ich doch noch und Martin 10 min früher als ich) angekommen, machten wir eine ausgiebige Pause auf der Terrasse, - zur allgemeinen Begeisterung der dort ansässigen Dohlen! Der heiße Tee tat gut (der Wind war recht "fresh"), die faden Wurstbrote teilten wir brüder- und schwesterlich mit den Dohlen. Eh klar (zumindest für die frechen Dohlen)! Die blauen Bergseen unterhalb der Hütte glitzerten in der Sonne, der Blick konnte bis zu den Hochpustertaler Bergen (Richtung Sillianer Hütte), dem Paternkofel (ein Berg der Sextner Sonnenuhr) und auf die Drei Zinnen schweifen. Es geht nicht schöner, ehrlich!!! Fotopoint hoch 10  ) ! Widerwillig verließ ich den Platz (weil ich gerne angewachsen wäre, Martin hingegen wollte weiter wandern), der nahe dem Himmel und der Sonne scheint und gingen ein kurzes Stück bergab, um rechts dann dem Wanderweg zu folgen, der dann gleich darauf links hinunter in das Tal unterhalb der Drei Zinnen zur Malga Langalm führt. Hier kamen wir an Kriegsstellungen vorbei und sahen in den Steilwänden neben der Dreizinnenhütte auch die Höhlen, die im Krieg in den Stein gehauen wurden. Der Steig führt kurz steil bergab durch die kleine Talsohle direkt den Drei Zinnen entlang und steigt noch steiler wieder empor. Bei der Langalm angekommen, warfen die Drei Zinnen schon lange Schatten, und die Sonne blinzelte nur mehr zwischen den einzelnen Türmen durch. Die kleinen grünen Lacken bei der Langalm waren schon halb zugefroren und es wurde zusehends kühler. Wir stellten fest, dass wir zu wenig Getränke mit hatten, also kosteten wir vom Quellwasser des Almbrunnens. Das war auch fresh (den Ausdruck hab ich vor einiger Zeit von einem Teenager im Fernsehen gelernt), sogar very fresh, aber gut. Weit hatten wir nicht mehr bis zum Auto, ca. eine halbe Stunde. Der schmale Pfad war zwar nicht mehr so steil, aber dafür etwas abschüssig. Der Blick fiel fast gerade hinunter in den Schlund des Kerbtales. Mag ich nicht. War nur eine kurze unangenehme Passage. Bei einem Holzgatter (Mittlere Scharte) angekommen, wurde der Weg Gott sei Dank wieder breit und die Sicht öffnete sich wieder auf die Cadini di Misurina  und auch auf den Misurina See. Ein Herbsttraum wurde wahr! (Das wir hier wieder mächtig Zeit für einen Fotostopp verloren brauch´ ich glaub ich nicht mehr dazusagen…! Aber die Geduld von Martin war eh schon vorher aufgebraucht, daher ging das noch mit…!) Nach ca. 3,5 Stunden reiner Gehzeit (also alle Fotostopps abgezogen) und ca. 300 Höhenmetern kamen wir beim Auto an und hatten eine unvergessliche Wanderung hinter uns, die von Anfang bis zum Schluss ein einziger Fotopoint war (armer Martin! – Ich werde mich bessern, ehrlich!)! Tipp: Die Drei Zinnen können auch vom Fischleinboden im Fischleintal aus erwandert und umrundet werden. Man muss dafür ebenfalls 4 Stunden aber 900 Höhenmeter berechnen.
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