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MAG. TATJANA RASBORTSCHAN   KARL-ADRIAN-STR. 3 - A-5020 SALZBURG   TELEFON 0043  662  85 41 38   FAX 0043  662  85 41 38   E-MAIL INFO@RASBORTSCHAN.AT NEWSLETTER ABO TIPPS       LOKALE MIT SCHÖNEM AUSBLICK   FOTO LOCATION
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© COPYRIGHT-HINWEIS: DER GESAMTE INHALT DIESER WEBSITE IST DURCH COPYRIGHT GESCHÜTZT. Sollten Sie den Wunsch haben, etwas hiervon zu verwenden, stehe ich Ihren Wünschen grundsätzlich offen gegenüber. Anfragen zur möglichen öffentlichen Verwendung von Material, ob insgesamt oder nur in Auszügen, sind willkommen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an mich. Ihre Tatjana Rasbortschan

  TIPP

Käsefondueabend in der Schweizerhütte Jeden Donnerstag wird gegen Voranmeldung ein köstliches Käsefondue arrangiert. Mit frischem Baguette, Gemüsebeilagen und natürlich dem Käse der Alm. Ein uriges und kulinarisches Erlebnis, welches unbedingt mit einem  Zirbenschnaps besiegelt werden sollte!

  BUCHTIPP 1

Zahlreiche Wanderungen bieten sich für einen Urlaub an Das Hochköniggebiet ist ein weitläufiges Hochgebirgsgebiet, das sowohl den Bergsteigern, als auch dem gemütlicheren Wanderer eine Freude bereitet. Zahlreiche Hütten stehen dem Gast offen und bilden so auch eine ideale Grundlage für den Weitwanderweg „Salzburger Almenweg“.  Der „Murmeltierweg“ an der Sennerei, der „Knappenweg“, Kräuterwanderungen und der Lehrpfad „Schmetterlingslehrpfad“ in Maria Alm am Steinernen Meer bieten auch etwas zur Weiterbildung an. Wer gerne „lehrreich“ Wandern geht, der findet in meinem Buch „75 Lehrwege und Erlebnispfade Oberösterreich, Salzburg und Berchtesgaden“ interessante Vorschläge für Kurzurlaube oder Ausflüge in diesem Gebiet: Buch: 75 Lehrwege und Erlebnispfade

DIE SCHWEIZERHÜTTE AM

HOCHKÖNIG

SEPTEMBER 2018

ZU BESUCH BEIM VOLLBLUT-SENNER ALEX

Sind doch die zerklüfteten Mandlwände im Hochkönigmassiv schon so romantisch, aber noch romantischer wird´s auf der Alm am Fuße der Felstürme, da, wo die Schweizerhütte  und das Arthurhaus stehen. Im Pongau, ein Bezirk im Salzburger Land, liegt Mühlbach am Hochkönig, zu dem die Alm gehört. Familie Radacher führt seit Generationen das Berghotel Arthurhaus, das einmal eine Knappenunterkunft war, weil hier Kupfer abgebaut wurde. Die Schweizerhütte daneben (ganze fünf  Höhenmeter thront sie über dem Arthurhaus), die ihren Namen vom Schweizer = Senner hat, ist als Milchbetrieb errichtet worden, weil die Knappen mit ihrer dürftigen Nahrung Mangelerscheinungen gehabt haben.

WO UND WIE DER LEGENDÄRE MANDLWANDKÄSE & CO.

ENTSTEHEN

Heute haben die Besucher auch „Mangelerscheinungen“, nämlich die nach einem unverfälschten g´schmackigen Bergkäse, der die Würze der Almen in sich trägt. Und der ambitionierte Senner Alex Hochher ist der „Herr der Käse“, er führt die Käseharfe vorsichtig, aber fröhlich durch die kuhwarme Milch, der nur eine Starterkultur und Lab zugesetzt wird. Frei nach dem Motto von Heidi Radacher, der Besitzerin der Sennerei: „Immer lachen beim Käse machen!“ „Fährt man durch die Milch zu wild, wird Käsestaub daraus, und man erhält nicht die richtige Konsistenz für den Hartkäse!“ berichtet Alex weiter: „Vor 5 Jahren, als ich mit dem Käsen angefangen habe, ist mir das leider passiert, das war ganz schrecklich für mich, weil ich dann die ganze Rohmilch nicht verwerten konnte! So schade, um die Ressourcen! Aber heute kommt das zum Glück nicht mehr vor!“ lacht Alex.

„VON DER SUNSEIT´N UND DER SCHATTSEIT´N…

…schmecken der Käse und die Butter unterschiedlich, weil am Sonnenhang andere Kräuter wachsen als auf Wiesen, die im Schatten liegen! Von der Sunnseit´n ist die Butter heller!“ erklärt mir Alex, während wir zusehen, wie die Kühe zum Melken in den Stall getrieben werden. „Das ist ja schon wieder romantisch, - das Kuhglockengebimmel vor der dramatischen Gebirgskulisse“, denke ich mir und fühle mich wie in einem Heimatfilm. Bei Wetterumschwüngen geht das Käsen gar nicht, denn da braucht der Reifungsvorgang zu lange und das tut dem Produkt nicht gut. Morgens und abends wird gemolken, gekäst einmal in der Woche. Den Zutritt zum Käsekeller habe ich nur, weil mir Alex eine Führung durch die Sennerei gibt. Solange der Käse nicht reif ist, soll er nicht gestört werden. Der Senner nimmt einen der gelben Laibe, die aus 120 Liter Rohmilch bestehen in die Hand und präsentiert ihn stolz: „Das Alter ist unwichtig, außer du bist ein Käse!“

PRINZ MANFRED UND LADY FRAUFRED

Wer es sich außerhalb der Schweizerhütte als Gast gemütlich gemacht hat, um die Käsespezialitäten genießen zu können, hat gleich einen Gratis-Zoobesuch dabei. Hängebauchschwein Max trottet zufrieden vorbei, Hühner picken Bröserl auf und unterhalb der Hütte wohnen Prinz Manfred und Lady Fraufred mit ihrer Familie. Die zahmen „Mankeis“ (= Murmeltiere in der Umgangssprache) haben es hier gut, sie tollen auf den satten Almmatten umher, manchmal auch zwischen den weißen Ziegen, die hier ebenfalls ihre Bleibe haben.  Im Bergdorf der Tiere, das hier im Gelände angelegt wurde, findet jeder seinen Liebling. Außerdem kann man das Kuhmelken üben, die Plastikkuh beim Hasengehege ist ja geduldig.

„VERLASSE NIE DIE ALM, OHNE EINE BRETTLJAUSE

GENOSSEN ZU HABEN!“

…sage ich, denn ich habe eine Brettljause genossen. Mit echtem Mandlwandkäse, einem Camenbert, dem Lieblingskäse von Alex, mit Graukäse, Frischkäse und saftigem Schwarzbrot - und einer herrlichen Aussicht in die weite Landschaft, die sich hinter dem Mankeigelände erstreckt. Und einem Kuhgebimmel, einem Henderlgegackere, einem Kinderlachen der zahlreichen kleinen Gäste und einem Grunzen von Max, dem Hängebauchschwein, das vor der Hütte sein Nachmittagsschläfchen hält.

Eigentlich zu schön um wahr zu sein. Is aber so. Ehrlich.

Sennerei Schweizerhütte

Adresse: Mandlwandstraße 110 5505 Mühlbach am Hochkönig Telefon: +43  6467 7202 E-Mail: info@arthurhaus.at Homepage: www.arthurhaus.at
Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich

  BUCHTIPP 2

So schmeckt Österreich Wer noch mehr Inspiration zur Kulinarik haben möchte, findet sie in meinem Buch „So schmeckt Österreich“  oder auf meinem Foodblog Man findet interessante Berichte über das Produkt, Ausflugstipps und Anbieter der Region vor.
Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Die Schweizerhütte am Hochkönig in Mühlbach © Tatjana Rasbortschan - So schmeckt Österreich - Der Blog
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DIE SCHWEIZERHÜTTE AM

HOCHKÖNIG

SEPTEMBER 2018

ZU BESUCH BEIM VOLLBLUT-SENNER

ALEX

Sind doch die zerklüfteten Mandlwände im Hochkönigmassiv schon so romantisch, aber noch romantischer wird´s auf der Alm am Fuße der Felstürme, da, wo die Schweizerhütte  und das Arthurhaus stehen. Im Pongau, ein Bezirk im Salzburger Land, liegt Mühlbach am Hochkönig, zu dem die Alm gehört. Familie Radacher führt seit Generationen das Berghotel Arthurhaus, das einmal eine Knappenunterkunft war, weil hier Kupfer abgebaut wurde. Die Schweizerhütte daneben (ganze fünf  Höhenmeter thront sie über dem Arthurhaus), die ihren Namen vom Schweizer = Senner hat, ist als Milchbetrieb errichtet worden, weil die Knappen mit ihrer dürftigen Nahrung Mangelerscheinungen gehabt haben.

WO UND WIE DER LEGENDÄRE

MANDLWANDKÄSE & CO. ENTSTEHEN

Heute haben die Besucher auch „Mangelerscheinungen“, nämlich die nach einem unverfälschten g´schmackigen Bergkäse, der die Würze der Almen in sich trägt. Und der ambitionierte Senner Alex Hochher ist der „Herr der Käse“, er führt die Käseharfe vorsichtig, aber fröhlich durch die kuhwarme Milch, der nur eine Starterkultur und Lab zugesetzt wird. Frei nach dem Motto von Heidi Radacher, der Besitzerin der Sennerei: „Immer lachen beim Käse machen!“ „Fährt man durch die Milch zu wild, wird Käsestaub daraus, und man erhält nicht die richtige Konsistenz für den Hartkäse!“ berichtet Alex weiter: „Vor 5 Jahren, als ich mit dem Käsen angefangen habe, ist mir das leider passiert, das war ganz schrecklich für mich, weil ich dann die ganze Rohmilch nicht verwerten konnte! So schade, um die Ressourcen! Aber heute kommt das zum Glück nicht mehr vor!“ lacht Alex.

„VON DER SUNSEIT´N UND DER

SCHATTSEIT´N…

…schmecken der Käse und die Butter unterschiedlich, weil am Sonnenhang andere Kräuter wachsen als auf Wiesen, die im Schatten liegen! Von der Sunnseit´n ist die Butter heller!“ erklärt mir Alex, während wir zusehen, wie die Kühe zum Melken in den Stall getrieben werden. „Das ist ja schon wieder romantisch, - das Kuhglockengebimmel vor der dramatischen Gebirgskulisse“, denke ich mir und fühle mich wie in einem Heimatfilm. Bei Wetterumschwüngen geht das Käsen gar nicht, denn da braucht der Reifungsvorgang zu lange und das tut dem Produkt nicht gut. Morgens und abends wird gemolken, gekäst einmal in der Woche. Den Zutritt zum Käsekeller habe ich nur, weil mir Alex eine Führung durch die Sennerei gibt. Solange der Käse nicht reif ist, soll er nicht gestört werden. Der Senner nimmt einen der gelben Laibe, die aus 120 Liter Rohmilch bestehen in die Hand und präsentiert ihn stolz: „Das Alter ist unwichtig, außer du bist ein Käse!“

PRINZ MANFRED UND LADY FRAUFRED

Wer es sich außerhalb der Schweizerhütte als Gast gemütlich gemacht hat, um die Käsespezialitäten genießen zu können, hat gleich einen Gratis-Zoobesuch dabei. Hängebauchschwein Max trottet zufrieden vorbei, Hühner picken Bröserl auf und unterhalb der Hütte wohnen Prinz Manfred und Lady Fraufred mit ihrer Familie. Die zahmen „Mankeis“ (= Murmeltiere in der Umgangssprache) haben es hier gut, sie tollen auf den satten Almmatten umher, manchmal auch zwischen den weißen Ziegen, die hier ebenfalls ihre Bleibe haben.  Im Bergdorf der Tiere, das hier im Gelände angelegt wurde, findet jeder seinen Liebling. Außerdem kann man das Kuhmelken üben, die Plastikkuh beim Hasengehege ist ja geduldig.

„VERLASSE NIE DIE ALM, OHNE EINE

BRETTLJAUSE GENOSSEN ZU HABEN!“

…sage ich, denn ich habe eine Brettljause genossen. Mit echtem Mandlwandkäse, einem Camenbert, dem Lieblingskäse von Alex, mit Graukäse, Frischkäse und saftigem Schwarzbrot - und einer herrlichen Aussicht in die weite Landschaft, die sich hinter dem Mankeigelände erstreckt. Und einem Kuhgebimmel, einem Henderlgegackere, einem Kinderlachen der zahlreichen kleinen Gäste und einem Grunzen von Max, dem Hängebauchschwein, das vor der Hütte sein Nachmittagsschläfchen hält.

Eigentlich zu schön um wahr zu sein. Is

aber so. Ehrlich.

Sennerei Schweizerhütte

Adresse: Mandlwandstraße 110 5505 Mühlbach am Hochkönig Telefon: +43  6467 7202 E-Mail: info@arthurhaus.at Homepage: www.arthurhaus.at
Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich

  TIPP

Käsefondueabend in der Schweizerhütte Jeden Donnerstag wird gegen Voranmeldung ein köstliches Käsefondue arrangiert. Mit frischem Baguette, Gemüsebeilagen und natürlich dem Käse der Alm. Ein uriges und kulinarisches Erlebnis, welches unbedingt mit einem  Zirbenschnaps besiegelt werden sollte!

  BUCHTIPP 1

Zahlreiche Wanderungen bieten sich für einen Urlaub an Das Hochköniggebiet ist ein weitläufiges Hochgebirgsgebiet, das sowohl den Bergsteigern, als auch dem gemütlicheren Wanderer eine Freude bereitet. Zahlreiche Hütten stehen dem Gast offen und bilden so auch eine ideale Grundlage für den Weitwanderweg „Salzburger Almenweg“.  Der „Murmeltierweg“ an der Sennerei, der „Knappenweg“, Kräuterwanderungen und der Lehrpfad „Schmetterlingslehrpfad“ in Maria Alm am Steinernen Meer bieten auch etwas zur Weiterbildung an. Wer gerne „lehrreich“ Wandern geht, der findet in meinem Buch „75 Lehrwege und Erlebnispfade Oberösterreich, Salzburg und Berchtesgaden“ interessante Vorschläge für Kurzurlaube oder Ausflüge in diesem Gebiet: Buch: 75 Lehrwege und Erlebnispfade

  BUCHTIPP 2

So schmeckt Österreich Wer noch mehr Inspiration zur Kulinarik haben möchte, findet sie in meinem Buch „So schmeckt Österreich“  oder auf meinem Foodblog Man findet interessante Berichte über das Produkt, Ausflugstipps und Anbieter der Region vor.
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AM HOCHKÖNIG

SEPTEMBER 2018

ZU BESUCH BEIM VOLLBLUT-SENNER

ALEX

Sind doch die zerklüfteten Mandlwände im Hochkönigmassiv schon so romantisch, aber noch romantischer wird´s auf der Alm am Fuße der Felstürme, da, wo die Schweizerhütte  und das Arthurhaus stehen. Im Pongau, ein Bezirk im Salzburger Land, liegt Mühlbach am Hochkönig, zu dem die Alm gehört. Familie Radacher führt seit Generationen das Berghotel Arthurhaus, das einmal eine Knappenunterkunft war, weil hier Kupfer abgebaut wurde. Die Schweizerhütte daneben (ganze fünf  Höhenmeter thront sie über dem Arthurhaus), die ihren Namen vom Schweizer = Senner hat, ist als Milchbetrieb errichtet worden, weil die Knappen mit ihrer dürftigen Nahrung Mangelerscheinungen gehabt haben.

WO UND WIE DER LEGENDÄRE

MANDLWANDKÄSE & CO.

ENTSTEHEN

Heute haben die Besucher auch „Mangelerscheinungen“, nämlich die nach einem unverfälschten g´schmackigen Bergkäse, der die Würze der Almen in sich trägt. Und der ambitionierte Senner Alex Hochher ist der „Herr der Käse“, er führt die Käseharfe vorsichtig, aber fröhlich durch die kuhwarme Milch, der nur eine Starterkultur und Lab zugesetzt wird. Frei nach dem Motto von Heidi Radacher, der Besitzerin der Sennerei: „Immer lachen beim Käse machen!“ „Fährt man durch die Milch zu wild, wird Käsestaub daraus, und man erhält nicht die richtige Konsistenz für den Hartkäse!“ berichtet Alex weiter: „Vor 5 Jahren, als ich mit dem Käsen angefangen habe, ist mir das leider passiert, das war ganz schrecklich für mich, weil ich dann die ganze Rohmilch nicht verwerten konnte! So schade, um die Ressourcen! Aber heute kommt das zum Glück nicht mehr vor!“ lacht Alex.

„VON DER SUNSEIT´N UND DER

SCHATTSEIT´N…

…schmecken der Käse und die Butter unterschiedlich, weil am Sonnenhang andere Kräuter wachsen als auf Wiesen, die im Schatten liegen! Von der Sunnseit´n ist die Butter heller!“ erklärt mir Alex, während wir zusehen, wie die Kühe zum Melken in den Stall getrieben werden. „Das ist ja schon wieder romantisch, - das Kuhglockengebimmel vor der dramatischen Gebirgskulisse“, denke ich mir und fühle mich wie in einem Heimatfilm. Bei Wetterumschwüngen geht das Käsen gar nicht, denn da braucht der Reifungsvorgang zu lange und das tut dem Produkt nicht gut. Morgens und abends wird gemolken, gekäst einmal in der Woche. Den Zutritt zum Käsekeller habe ich nur, weil mir Alex eine Führung durch die Sennerei gibt. Solange der Käse nicht reif ist, soll er nicht gestört werden. Der Senner nimmt einen der gelben Laibe, die aus 120 Liter Rohmilch bestehen in die Hand und präsentiert ihn stolz: „Das Alter ist unwichtig, außer du bist ein Käse!“

PRINZ MANFRED UND LADY

FRAUFRED

Wer es sich außerhalb der Schweizerhütte als Gast gemütlich gemacht hat, um die Käsespezialitäten genießen zu können, hat gleich einen Gratis-Zoobesuch dabei. Hängebauchschwein Max trottet zufrieden vorbei, Hühner picken Bröserl auf und unterhalb der Hütte wohnen Prinz Manfred und Lady Fraufred mit ihrer Familie. Die zahmen „Mankeis“ (= Murmeltiere in der Umgangssprache) haben es hier gut, sie tollen auf den satten Almmatten umher, manchmal auch zwischen den weißen Ziegen, die hier ebenfalls ihre Bleibe haben.  Im Bergdorf der Tiere, das hier im Gelände angelegt wurde, findet jeder seinen Liebling. Außerdem kann man das Kuhmelken üben, die Plastikkuh beim Hasengehege ist ja geduldig.

„VERLASSE NIE DIE ALM, OHNE EINE

BRETTLJAUSE GENOSSEN ZU HABEN!“

…sage ich, denn ich habe eine Brettljause genossen. Mit echtem Mandlwandkäse, einem Camenbert, dem Lieblingskäse von Alex, mit Graukäse, Frischkäse und saftigem Schwarzbrot - und einer herrlichen Aussicht in die weite Landschaft, die sich hinter dem Mankeigelände erstreckt. Und einem Kuhgebimmel, einem Henderlgegackere, einem Kinderlachen der zahlreichen kleinen Gäste und einem Grunzen von Max, dem Hängebauchschwein, das vor der Hütte sein Nachmittagsschläfchen hält.

Eigentlich zu schön um wahr zu sein.

Is aber so. Ehrlich.

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Adresse: Mandlwandstraße 110 5505 Mühlbach am Hochkönig Telefon: +43  6467 7202 E-Mail: info@arthurhaus.at Homepage: www.arthurhaus.at
Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Sennerei Schweizerhütte in Mühlbach am Hochkönig © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich

  TIPP

Käsefondueabend in der Schweizerhütte Jeden Donnerstag wird gegen Voranmeldung ein köstliches Käsefondue arrangiert. Mit frischem Baguette, Gemüsebeilagen und natürlich dem Käse der Alm. Ein uriges und kulinarisches Erlebnis, welches unbedingt mit einem  Zirbenschnaps besiegelt werden sollte!

  BUCHTIPP 1

Zahlreiche Wanderungen bieten sich für einen Urlaub an Das Hochköniggebiet ist ein weitläufiges Hochgebirgsgebiet, das sowohl den Bergsteigern, als auch dem gemütlicheren Wanderer eine Freude bereitet. Zahlreiche Hütten stehen dem Gast offen und bilden so auch eine ideale Grundlage für den Weitwanderweg „Salzburger Almenweg“.  Der „Murmeltierweg“ an der Sennerei, der „Knappenweg“, Kräuterwanderungen und der Lehrpfad „Schmetterlingslehrpfad“ in Maria Alm am Steinernen Meer bieten auch etwas zur Weiterbildung an. Wer gerne „lehrreich“ Wandern geht, der findet in meinem Buch „75 Lehrwege und Erlebnispfade Oberösterreich, Salzburg und Berchtesgaden“ interessante Vorschläge für Kurzurlaube oder Ausflüge in diesem Gebiet: Buch: 75 Lehrwege und Erlebnispfade

  BUCHTIPP 2

So schmeckt Österreich Wer noch mehr Inspiration zur Kulinarik haben möchte, findet sie in meinem Buch „So schmeckt Österreich“  oder auf meinem Foodblog Man findet interessante Berichte über das Produkt, Ausflugstipps und Anbieter der Region vor.
© COPYRIGHT-HINWEIS: DER GESAMTE INHALT DIESER  WEBSITE IST DURCH COPYRIGHT GESCHÜTZT. Sollten Sie den Wunsch haben, etwas hiervon zu verwenden, stehe ich Ihren Wünschen grundsätzlich offen gegenüber. Anfragen zur möglichen öffentlichen Verwendung von Material, ob insgesamt oder nur in Auszügen, sind willkommen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an mich. Ihre Tatjana Rasbortschan