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Ahoj Slovakia - Der Reiseblog von Tatjana Rasbortschan © Foto: Rasbortschan
MAG. TATJANA RASBORTSCHAN   KARL-ADRIAN-STR. 3 - A-5020 SALZBURG   TELEFON 0043  662  85 41 38   FAX 0043  662  85 41 38   E-MAIL INFO@RASBORTSCHAN.AT NEWSLETTER ABO TIPPS       LOKALE MIT SCHÖNEM AUSBLICK   FOTO LOCATION
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© COPYRIGHT-HINWEIS: DER GESAMTE INHALT DIESER WEBSITE IST DURCH COPYRIGHT GESCHÜTZT. Sollten Sie den Wunsch haben, etwas hiervon zu verwenden, stehe ich Ihren Wünschen grundsätzlich offen gegenüber. Anfragen zur möglichen öffentlichen Verwendung von Material, ob insgesamt oder nur in Auszügen, sind willkommen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an mich. Ihre Tatjana Rasbortschan

AHOJ, SLOVAKIA!

TAG 5

Heute verlängerten wir um einen Tag unseren Aufenthalt in Horný Smokovec , weil wir so gerne da waren. Wir wären auch noch länger geblieben, aber unser Chalet war dann leider schon weitervermietet. Zufällig war es heute wieder heiß (welch´ Überraschung), um 9.00 hatte es bereits 28 Grad. Aber das Auto hat ja eine gute Klimaanlage. Das Problem ist prinzipiell, dass man sich die Klimaanlage nicht mit nach Draußen nehmen kann…!

Grenzfluss Dunajec

Die ca. 1,5 stündige Fahrt führte uns heute entlang der Hohen Tatra Richtung Polen zum Grenzfluss Dunajec  im Nationalpark Pieniny . Der klare reine Dunajec durchquert 360 ha Naturschutzgebiet. Es ist eines der wichtigsten Naturreservate Europas, darum darf er auch nur begrenzt befahren werden. Neben Kajak, Paddel- und Raftingboot gibt es die kultige Floßvariante, die ein außerordentliches Erlebnis garantiert. Seit 180 Jahren werden hier einzelne Holzboote zu einem größeren zusammengebunden. Nach der 2,5 Stunden langen Flussabwärts-Fahrt werden sie wieder auseinandergenommen, auf einen LKW verladen und wieder zur Ausgangsstelle zurücktransportiert, um erneut wieder zusammengebaut zu werden, denn die nächsten Touristen warten schon auf die Floßfahrt. Das praktizieren diese Männer bis zu 6-mal am Tag. (Sonnen-)Hut ab vor den Flößern, die das oft schon in der 4. Generation machen, es ist Schwerstarbeit! Eine Vorreservierung wäre in den Sommermonaten eigentlich sehr sinnvoll, aber wir probierten freestyle-mäßig Karten für die Floßfahrt zu bekommen. Wir dachten, wenn wir früh genug da sind, werden wir die Floßfahrt um 10.00 bekommen. Dabei hatten wir Glück im Unglück, denn bis auf 14.00 waren alle Fahrten an diesem Tag bereits ausverkauft.

Burg Ľubovňa

Für die verbleibenden 4 Stunden (man muss eine halbe Stunde früher zu der Floßfahrt da sein), fuhren wir gleich weiter, um die nicht sehr weit entfernte Burg Ľubovňa  in Stará Ľubovňa  zu besichtigen, die wir eigentlich nach der Floßfahrt besuchen wollten. Auch bei dieser Burg (so wie bei Strečno) gab es ein mittelalterliches Dorf unterhalb des Burghügels, aber es handelte sich hierbei mehr um eine Kindererlebniswelt. Da war der Skansen (Freilichtmuseum) , der ebenfalls unterhalb der Burg angelegt wurde, schon viel interessanter. Zwischen den alten bunten Holzhäusern mit ihren Kräuter- und Blumengärten grasten friedlich Kühe und die Michaelis Holzkirche aus dem 15.Jhdt ist ein wahres Kleinod. Aber wir hatten es eilig (ja, auch im Urlaub hatten wir es eilig!) und so hielten wir uns nicht lange im Skansen auf, sondern erklommen den Burghügel. Hier erklang auch mittelalterliche Musik, aber sie kam (unstilecht) aus Lautsprechern. Wir zahlten den Eintritt, dabei sah uns ein ungeduldiger Turmfalke über die Schulter, der schon auf seinen Auftritt zur Show wartete. In sengender Hitze (Mittagszeit!) folgten wir gehorsam in einer großen Gruppe dem modernen Burgfräulein alias Burgführerin.   In den Innenräumen brütete ebenfalls die Hitze und so viele Wasserflaschen konnte man gar nicht austrinken, wie man diese dehydrierte. Außerdem entpuppte sich die Grenzburg, die in der Wende des 13. und 14. Jahrhunderts entstand, als wahres Raumwunder, denn es gab so zahlreiche Räume, Höfe, Stiegen, Gänge, Türme, Einbahnen und Plätze, dass dem Besucher (also uns zumindest) ganz schwindlig wurde. Wir begannen bang auf die Uhr zu sehen, damit wir unsere Floßfahrt nicht versäumten. In einem unbeaufsichtigten Moment entwischten wir dann nach 1,5 Stunden unserem gewissenhaft referierenden Burgfräulein und versuchten durch die verwinkelten Gänge wieder alleine zum Ausgangspunkt zurückzufinden. Es gelang! Wir aßen im Burghof noch ein Eis, das innerhalb von Minuten vom Steckerl rann, weil es so heiß war, und machten uns auf den steinigen Rückweg zum Parkplatz.

Majere

Bei Majere  angekommen, aßen wir ein Eis und sahen den tapferen Männern zu, wie sie die Flöße für 14.00 zusammenbauten. Dabei hatten die Flößer die traditionellen Hemden ausgezogen und man (also Frau) kam sich wie bei den Chippendales on stage vor. Nett! Fotofreunde sollten unbedingt versuchen einen äußeren Bankplatz am Floß zu ergattern, sonst ist es schwierig Fotos von der Gegend zu machen! Außerdem kann man ab und zu die Hand zum Abkühlen ins Wasser halten.

Versteinerten Mönche

Je vier Personen in einer Bank und vier Bänke werden pro Floß installiert, gegen Spritzwasser gibt es Tannenzweige am Bug des Floßes und ab geht´s denn Bach hinunter. Sieht eigentlich wie eine Fronleichnamsprozession ohne Fahnen aus, weil es insgesamt so viele Flöße sind, die einmal mehr und einmal weniger gemächlich in einer Linie fahren. Unser Floß war schwerer, darum überholten wir einige, fast wie auf dem Überholstreifen einer Autobahn. Scheinbar war auch keine Frau auf den zahlreichen Flößen, die nicht ihren Mann hintergangen hatte, denn die „Versteinerten Mönche“ (eine markante Karstformation am Ufer), so besagt es die Legende, können erst wieder zum Leben erwachen, wenn eine solche vorbeifährt. Also an mir wär´s nicht gelegen,-)!

Schwarzstörche

Wir sahen auf der 2,5 Stunden langen Fahrt immer wieder Schwarzstörche, Störche und Reiherarten, ließen die wunderschöne Natur des Nationalparks vorbeiziehen und genossen sie in vollen Zügen. Man könnte die 12 km auch auf einem Uferweg zurückwandern oder mit dem Leihfahrrad (die man sich in Lesnica für eine Einwegmiete ausleihen kann) fahren, aber dafür war mir viel zu heiß. Am Ende der Fahrt angekommen (nein, wir glitten nicht bis zur Flussmündung in die Weichsel und mit ihr in die Ostsee,-)), fuhren wir mit der dort wartenden Pferdekutsche nach Lesnica, weil dort der Rückfahrbus zum Parkplatz wartete. Vorm Restaurant spielte eine Volksmusikkapelle, das war urig. Darum entschlossen wir uns auch noch zu bleiben und etwas Traditionelles zu essen. Das Gulasch mit den Hefeknödelscheiben schmeckte vorzüglich, die Kartoffelnockerl mit Brimsen und Sauerkraut (Strapačky) waren keine Strapaze, sondern ein Vergnügen, weil der darüber gestreute Speck so knusprig war. Billig war´s auch, wie das Essen allgemein in der Slowakei. Gemütlich nahmen wir dann vollen Bauches den Bus zurück zur Parkplatz (Floßanlegestelle Majere) und fuhren durch die hügelige, bewaldete Landschaft zurück zum Chalet.
HIER GEHTS ZU TAG 6 HIER GEHTS ZU TAG 6 Floßfahrt Grenzfluss Dunajec - Slowakei Reiseblog © Foto: Rasbortschan Floßfahrt Grenzfluss Dunajec - Slowakei Reiseblog © Foto: Rasbortschan Grenzfluss Dunajec - Schwarzstörche - Slowakei Reiseblog © Foto: Rasbortschan
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AHOJ, SLOVAKIA!

TAG 5

Heute verlängerten wir um einen Tag unseren Aufenthalt in Horný Smokovec , weil wir so gerne da waren. Wir wären auch noch länger geblieben, aber unser Chalet war dann leider schon weitervermietet. Zufällig war es heute wieder heiß (welch´ Überraschung), um 9.00 hatte es bereits 28 Grad. Aber das Auto hat ja eine gute Klimaanlage. Das Problem ist prinzipiell, dass man sich die Klimaanlage nicht mit nach Draußen nehmen kann…!

Grenzfluss Dunajec

Die ca. 1,5 stündige Fahrt führte uns heute entlang der Hohen Tatra Richtung Polen zum Grenzfluss Dunajec  im Nationalpark Pieniny . Der klare reine Dunajec durchquert 360 ha Naturschutzgebiet. Es ist eines der wichtigsten Naturreservate Europas, darum darf er auch nur begrenzt befahren werden. Neben Kajak, Paddel- und Raftingboot gibt es die kultige Floßvariante, die ein außerordentliches Erlebnis garantiert. Seit 180 Jahren werden hier einzelne Holzboote zu einem größeren zusammengebunden. Nach der 2,5 Stunden langen Flussabwärts-Fahrt werden sie wieder auseinandergenommen, auf einen LKW verladen und wieder zur Ausgangsstelle zurücktransportiert, um erneut wieder zusammengebaut zu werden, denn die nächsten Touristen warten schon auf die Floßfahrt. Das praktizieren diese Männer bis zu 6-mal am Tag. (Sonnen-)Hut ab vor den Flößern, die das oft schon in der 4. Generation machen, es ist Schwerstarbeit! Eine Vorreservierung wäre in den Sommermonaten eigentlich sehr sinnvoll, aber wir probierten freestyle-mäßig Karten für die Floßfahrt zu bekommen. Wir dachten, wenn wir früh genug da sind, werden wir die Floßfahrt um 10.00 bekommen. Dabei hatten wir Glück im Unglück, denn bis auf 14.00 waren alle Fahrten an diesem Tag bereits ausverkauft.

Burg Ľubovňa

Für die verbleibenden 4 Stunden (man muss eine halbe Stunde früher zu der Floßfahrt da sein), fuhren wir gleich weiter, um die nicht sehr weit entfernte Burg Ľubovňa  in Stará Ľubovňa  zu besichtigen, die wir eigentlich nach der Floßfahrt besuchen wollten. Auch bei dieser Burg (so wie bei Strečno) gab es ein mittelalterliches Dorf unterhalb des Burghügels, aber es handelte sich hierbei mehr um eine Kindererlebniswelt. Da war der Skansen (Freilichtmuseum) , der ebenfalls unterhalb der Burg angelegt wurde, schon viel interessanter. Zwischen den alten bunten Holzhäusern mit ihren Kräuter- und Blumengärten grasten friedlich Kühe und die Michaelis Holzkirche aus dem 15.Jhdt ist ein wahres Kleinod. Aber wir hatten es eilig (ja, auch im Urlaub hatten wir es eilig!) und so hielten wir uns nicht lange im Skansen auf, sondern erklommen den Burghügel. Hier erklang auch mittelalterliche Musik, aber sie kam (unstilecht) aus Lautsprechern. Wir zahlten den Eintritt, dabei sah uns ein ungeduldiger Turmfalke über die Schulter, der schon auf seinen Auftritt zur Show wartete. In sengender Hitze (Mittagszeit!) folgten wir gehorsam in einer großen Gruppe dem modernen Burgfräulein alias Burgführerin.   In den Innenräumen brütete ebenfalls die Hitze und so viele Wasserflaschen konnte man gar nicht austrinken, wie man diese dehydrierte. Außerdem entpuppte sich die Grenzburg, die in der Wende des 13. und 14. Jahrhunderts entstand, als wahres Raumwunder, denn es gab so zahlreiche Räume, Höfe, Stiegen, Gänge, Türme, Einbahnen und Plätze, dass dem Besucher (also uns zumindest) ganz schwindlig wurde. Wir begannen bang auf die Uhr zu sehen, damit wir unsere Floßfahrt nicht versäumten. In einem unbeaufsichtigten Moment entwischten wir dann nach 1,5 Stunden unserem gewissenhaft referierenden Burgfräulein und versuchten durch die verwinkelten Gänge wieder alleine zum Ausgangspunkt zurückzufinden. Es gelang! Wir aßen im Burghof noch ein Eis, das innerhalb von Minuten vom Steckerl rann, weil es so heiß war, und machten uns auf den steinigen Rückweg zum Parkplatz.

Majere

Bei Majere  angekommen, aßen wir ein Eis und sahen den tapferen Männern zu, wie sie die Flöße für 14.00 zusammenbauten. Dabei hatten die Flößer die traditionellen Hemden ausgezogen und man (also Frau) kam sich wie bei den Chippendales on stage vor. Nett! Fotofreunde sollten unbedingt versuchen einen äußeren Bankplatz am Floß zu ergattern, sonst ist es schwierig Fotos von der Gegend zu machen! Außerdem kann man ab und zu die Hand zum Abkühlen ins Wasser halten.

Versteinerten Mönche

Je vier Personen in einer Bank und vier Bänke werden pro Floß installiert, gegen Spritzwasser gibt es Tannenzweige am Bug des Floßes und ab geht´s denn Bach hinunter. Sieht eigentlich wie eine Fronleichnamsprozession ohne Fahnen aus, weil es insgesamt so viele Flöße sind, die einmal mehr und einmal weniger gemächlich in einer Linie fahren. Unser Floß war schwerer, darum überholten wir einige, fast wie auf dem Überholstreifen einer Autobahn. Scheinbar war auch keine Frau auf den zahlreichen Flößen, die nicht ihren Mann hintergangen hatte, denn die „Versteinerten Mönche“ (eine markante Karstformation am Ufer), so besagt es die Legende, können erst wieder zum Leben erwachen, wenn eine solche vorbeifährt. Also an mir wär´s nicht gelegen,-)!

Schwarzstörche

Wir sahen auf der 2,5 Stunden langen Fahrt immer wieder Schwarzstörche, Störche und Reiherarten, ließen die wunderschöne Natur des Nationalparks vorbeiziehen und genossen sie in vollen Zügen. Man könnte die 12 km auch auf einem Uferweg zurückwandern oder mit dem Leihfahrrad (die man sich in Lesnica für eine Einwegmiete ausleihen kann) fahren, aber dafür war mir viel zu heiß. Am Ende der Fahrt angekommen (nein, wir glitten nicht bis zur Flussmündung in die Weichsel und mit ihr in die Ostsee,-)), fuhren wir mit der dort wartenden Pferdekutsche nach Lesnica, weil dort der Rückfahrbus zum Parkplatz wartete. Vorm Restaurant spielte eine Volksmusikkapelle, das war urig. Darum entschlossen wir uns auch noch zu bleiben und etwas Traditionelles zu essen. Das Gulasch mit den Hefeknödelscheiben schmeckte vorzüglich, die Kartoffelnockerl mit Brimsen und Sauerkraut (Strapačky) waren keine Strapaze, sondern ein Vergnügen, weil der darüber gestreute Speck so knusprig war. Billig war´s auch, wie das Essen allgemein in der Slowakei. Gemütlich nahmen wir dann vollen Bauches den Bus zurück zur Parkplatz (Floßanlegestelle Majere) und fuhren durch die hügelige, bewaldete Landschaft zurück zum Chalet.
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Heute verlängerten wir um einen Tag unseren Aufenthalt in Horný Smokovec , weil wir so gerne da waren. Wir wären auch noch länger geblieben, aber unser Chalet war dann leider schon weitervermietet. Zufällig war es heute wieder heiß (welch´ Überraschung), um 9.00 hatte es bereits 28 Grad. Aber das Auto hat ja eine gute Klimaanlage. Das Problem ist prinzipiell, dass man sich die Klimaanlage nicht mit nach Draußen nehmen kann…!

Grenzfluss Dunajec

Die ca. 1,5 stündige Fahrt führte uns heute entlang der Hohen Tatra Richtung Polen zum Grenzfluss Dunajec  im Nationalpark Pieniny . Der klare reine Dunajec durchquert 360 ha Naturschutzgebiet. Es ist eines der wichtigsten Naturreservate Europas, darum darf er auch nur begrenzt befahren werden. Neben Kajak, Paddel- und Raftingboot gibt es die kultige Floßvariante, die ein außerordentliches Erlebnis garantiert. Seit 180 Jahren werden hier einzelne Holzboote zu einem größeren zusammengebunden. Nach der 2,5 Stunden langen Flussabwärts-Fahrt werden sie wieder auseinandergenommen, auf einen LKW verladen und wieder zur Ausgangsstelle zurücktransportiert, um erneut wieder zusammengebaut zu werden, denn die nächsten Touristen warten schon auf die Floßfahrt. Das praktizieren diese Männer bis zu 6-mal am Tag. (Sonnen-)Hut ab vor den Flößern, die das oft schon in der 4. Generation machen, es ist Schwerstarbeit! Eine Vorreservierung wäre in den Sommermonaten eigentlich sehr sinnvoll, aber wir probierten freestyle-mäßig Karten für die Floßfahrt zu bekommen. Wir dachten, wenn wir früh genug da sind, werden wir die Floßfahrt um 10.00 bekommen. Dabei hatten wir Glück im Unglück, denn bis auf 14.00 waren alle Fahrten an diesem Tag bereits ausverkauft.

Burg Ľubovňa

Für die verbleibenden 4 Stunden (man muss eine halbe Stunde früher zu der Floßfahrt da sein), fuhren wir gleich weiter, um die nicht sehr weit entfernte Burg Ľubovňa  in Stará Ľubovňa  zu besichtigen, die wir eigentlich nach der Floßfahrt besuchen wollten. Auch bei dieser Burg (so wie bei Strečno) gab es ein mittelalterliches Dorf unterhalb des Burghügels, aber es handelte sich hierbei mehr um eine Kindererlebniswelt. Da war der Skansen (Freilichtmuseum) , der ebenfalls unterhalb der Burg angelegt wurde, schon viel interessanter. Zwischen den alten bunten Holzhäusern mit ihren Kräuter- und Blumengärten grasten friedlich Kühe und die Michaelis Holzkirche aus dem 15.Jhdt ist ein wahres Kleinod. Aber wir hatten es eilig (ja, auch im Urlaub hatten wir es eilig!) und so hielten wir uns nicht lange im Skansen auf, sondern erklommen den Burghügel. Hier erklang auch mittelalterliche Musik, aber sie kam (unstilecht) aus Lautsprechern. Wir zahlten den Eintritt, dabei sah uns ein ungeduldiger Turmfalke über die Schulter, der schon auf seinen Auftritt zur Show wartete. In sengender Hitze (Mittagszeit!) folgten wir gehorsam in einer großen Gruppe dem modernen Burgfräulein alias Burgführerin.   In den Innenräumen brütete ebenfalls die Hitze und so viele Wasserflaschen konnte man gar nicht austrinken, wie man diese dehydrierte. Außerdem entpuppte sich die Grenzburg, die in der Wende des 13. und 14. Jahrhunderts entstand, als wahres Raumwunder, denn es gab so zahlreiche Räume, Höfe, Stiegen, Gänge, Türme, Einbahnen und Plätze, dass dem Besucher (also uns zumindest) ganz schwindlig wurde. Wir begannen bang auf die Uhr zu sehen, damit wir unsere Floßfahrt nicht versäumten. In einem unbeaufsichtigten Moment entwischten wir dann nach 1,5 Stunden unserem gewissenhaft referierenden Burgfräulein und versuchten durch die verwinkelten Gänge wieder alleine zum Ausgangspunkt zurückzufinden. Es gelang! Wir aßen im Burghof noch ein Eis, das innerhalb von Minuten vom Steckerl rann, weil es so heiß war, und machten uns auf den steinigen Rückweg zum Parkplatz.

Majere

Bei Majere  angekommen, aßen wir ein Eis und sahen den tapferen Männern zu, wie sie die Flöße für 14.00 zusammenbauten. Dabei hatten die Flößer die traditionellen Hemden ausgezogen und man (also Frau) kam sich wie bei den Chippendales on stage vor. Nett! Fotofreunde sollten unbedingt versuchen einen äußeren Bankplatz am Floß zu ergattern, sonst ist es schwierig Fotos von der Gegend zu machen! Außerdem kann man ab und zu die Hand zum Abkühlen ins Wasser halten.

Versteinerten Mönche

Je vier Personen in einer Bank und vier Bänke werden pro Floß installiert, gegen Spritzwasser gibt es Tannenzweige am Bug des Floßes und ab geht´s denn Bach hinunter. Sieht eigentlich wie eine Fronleichnamsprozession ohne Fahnen aus, weil es insgesamt so viele Flöße sind, die einmal mehr und einmal weniger gemächlich in einer Linie fahren. Unser Floß war schwerer, darum überholten wir einige, fast wie auf dem Überholstreifen einer Autobahn. Scheinbar war auch keine Frau auf den zahlreichen Flößen, die nicht ihren Mann hintergangen hatte, denn die „Versteinerten Mönche“ (eine markante Karstformation am Ufer), so besagt es die Legende, können erst wieder zum Leben erwachen, wenn eine solche vorbeifährt. Also an mir wär´s nicht gelegen,-)!

Schwarzstörche

Wir sahen auf der 2,5 Stunden langen Fahrt immer wieder Schwarzstörche, Störche und Reiherarten, ließen die wunderschöne Natur des Nationalparks vorbeiziehen und genossen sie in vollen Zügen. Man könnte die 12 km auch auf einem Uferweg zurückwandern oder mit dem Leihfahrrad (die man sich in Lesnica für eine Einwegmiete ausleihen kann) fahren, aber dafür war mir viel zu heiß. Am Ende der Fahrt angekommen (nein, wir glitten nicht bis zur Flussmündung in die Weichsel und mit ihr in die Ostsee,- )), fuhren wir mit der dort wartenden Pferdekutsche nach Lesnica, weil dort der Rückfahrbus zum Parkplatz wartete. Vorm Restaurant spielte eine Volksmusikkapelle, das war urig. Darum entschlossen wir uns auch noch zu bleiben und etwas Traditionelles zu essen. Das Gulasch mit den Hefeknödelscheiben schmeckte vorzüglich, die Kartoffelnockerl mit Brimsen und Sauerkraut (Strapačky) waren keine Strapaze, sondern ein Vergnügen, weil der darüber gestreute Speck so knusprig war. Billig war´s auch, wie das Essen allgemein in der Slowakei. Gemütlich nahmen wir dann vollen Bauches den Bus zurück zur Parkplatz (Floßanlegestelle Majere) und fuhren durch die hügelige, bewaldete Landschaft zurück zum Chalet.
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