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Augut Hof - Zell am See © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Augut Hof - Zell am See © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich Augut Hof - Zell am See © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich
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MAG. TATJANA RASBORTSCHAN   KARL-ADRIAN-STR. 3 - A-5020 SALZBURG   TELEFON 0043  662  85 41 38   FAX 0043  662  85 41 38   E-MAIL INFO@RASBORTSCHAN.AT NEWSLETTER ABO TIPPS       LOKALE MIT SCHÖNEM AUSBLICK   FOTO LOCATION
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© COPYRIGHT-HINWEIS: DER GESAMTE INHALT DIESER WEBSITE IST DURCH COPYRIGHT GESCHÜTZT. Sollten Sie den Wunsch haben, etwas hiervon zu verwenden, stehe ich Ihren Wünschen grundsätzlich offen gegenüber. Anfragen zur möglichen öffentlichen Verwendung von Material, ob insgesamt oder nur in Auszügen, sind willkommen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an mich. Ihre Tatjana Rasbortschan

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„SO SCHMECKT ÖSTERREICH“ Wer noch mehr Inspiration bzgl. GenussRegionsprodukte haben möchte, findet sie in meinem Buch „So schmeckt Österreich“. Es beinhaltet interessante Berichte über das Produkt, Ausflugstipps und Anbieter der Region und ist „garniert“ mit vielen Landschaftsfotos. BUCH „So schmeckt Österreich“

AUGUTHOF

JUNI 2018

DAS AUGUT - EIN REGIONALES SCHLARAFFENLAND

HAUS- UND HOF-G‘MACHTER KANN‘S NIRGENDS WERDEN!

Wie immer, wenn ich einen Bauernhof besuche, begrüßt mich als erstes der Hofhund. In diesem Falle war es der zutrauliche Kappa, der sogar mit der Hofkatze Tequilla schmust. Als nächstes wehte mir ein würziger Duft über die saftig-grünen Hofwiesen, der eindeutig einem frischgebackenen Brot zuzuordnen ist, entgegen. Ich folgte meiner Nase und landete direkt im Hofladen, in dem mich Frau Ingeborg Pichler, die Chefin des Augutes auch gleich zu einer Hofführung empfing. Der erste Stopp war das Käsekammerl, in dem dekorativ Vollmilch-Käselaibe auf ihr richtiges Reifestadium warten. Bockshornklee-Käse ist momentan die Lieblingssorte von Frau Pichler, aber die Geschmacksrichtungen sind saisonal verschieden. Als Tipp für die Köche unter uns: Für die berühmten Pinzgauer Kasnocken nimmt man übrigens einen mageren Käse, damit er sich besser auf den Nocken zieht, habe ich erfahren (und prompt Lust auf diese Nocken bekommen). Kleine Laibe reifen 4 Wochen, große bis zu 5 Monate und sie werden immer fürsorglich von der Familie gehegt und gepflegt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Unsere Kühe geben Milch, die Milch wird zu Käse, die Molken verfüttern wir dann den Schweinen, wenn sie im Sommer bei uns sind. So ist der Kreislauf am Hof am Wirtschaftlichsten und Natürlichsten.“

FLEIßIGE BIENEN IM SCHWEREINSATZ

„Jeden Tag was Neues, nütze den Tag und jeden Tag Vollgas“ sind die Leitsätze der Familie Pichler und ihren zwei Helferinnen Susanne und Daniela. Sie führen zusammen den Bauernhof so fleißig, wie die eigenen Bienen Honig sammeln. Hergestellt wird alles, was das Herz (und der Magen) begehrt: Würste und Schinken vom Schwein, Wild (aus der eigenen Jagd) und vom Rind. Duftendes, würziges Roggenbrot, mit knuspriger Kruste, Butter, Käse, fruchtige Marmeladen, Säfte, Schnäpse aus der eigenen Brennerei, Most von den Streuobstwiesen vor der Haustüre und der goldene Honig. Ein Schlaraffenland, das für einen Österreicher schon eine wahre Genussfreude verspricht, aber für Touristen, von denen es in der Region Zell am See im sonnigen Pinzgau, Land Salzburg, viele gibt, ist es eine wahre Sensation. Vor allem arabische Gäste zieht es magisch an, darum ist der Hofladen am Augut auch auf Arabisch angeschrieben. Ein ungewöhnlicher Anblick auf einer Almwiese, aber es beweist, dass authentische Esskultur ein Aushängeschild für ein Land ist. Ein Kulturgut, das durch den Magen geht.

EINE „TO-RENT-SCHLACHTKAMMER“

UND EINE TONNE STIER IM STALL

In der Schlachtkammer am Hof, die 10 m vom Kuhstall entfernt liegt, ist es möglich, sein eigenes Nutzvieh zu schlachten, weil Familie Pichler sie vermietet. Wenn sie sie selbst nützt, werden Blutwürste und feine andere Schlachtplattenwaren auf Bestellung hergestellt. Im Herbst ist die Hochsaison der Fleischverarbeitung, im Sommer stehen die Ochsen auf der Alm und die Kühe bleiben auf Wiesen im Tal. „Die älteste Kuh im Stall ist 14 Jahre alt. Solange sie einmal im Jahr kalbt und Milch gibt, bleibt sie bei uns. Die Ochsen werden nach drei Almensommern geschlachtet. Im Sommer sind dann Schweine im Kuhstall, damit der Stall ausgelastet ist.“ Dass die Frischfleischwaren reißenden Absatz finden, weil sie so authentisch schmecken, ist klar. Weniger klar war mir bisher, dass ein Stier bis zu einer Tonne wiegt – und so ein Exemplar steht imposant im Viehstall im Nachbargebäude des Hofladens. Wuchtig sieht der Zuchtstier aus und er wäre sich auch seiner Autorität bewusst, wenn sie ihm zuerkannt werden würde. Aber das darf nicht sein, denn sonst wäre dieses unglaublich starke und schwere Tier absolut lebensgefährlich für die Bauern. „Der Stier muss unter dem Bauer sein!“ heißt es bei den Viehhaltern. „Ein prinzipiell böses Rind gibt es nicht. Vieh verteidigt auf der Alm nur die Jungtiere, aber das wollen die Leute scheinbar nicht wahrhaben, die den Jungtieren zu nahe kommen und sie streicheln wollen!“ setzte sie fort. „Einfach sich den Rindern auf der Alm nicht nähern, die Hunde anleinen und zügig an der Herde vorbeigehen, dann werden sie auch den Wanderer nicht attackieren!“ coachte sie mich für meinen nächsten Almenausflug ein, während mir ein junges Kälbchen langsam aber sicher meinen Schal vom Hals in den Stall zu sich zog und genüsslich daran saugte.

RANGORDNUNG, KUHSTALL-SPA UND KÄSIGE

HOCHZEITSTORTEN

Die Kühe dürfen im Laufstall die Hörner behalten, weil sie selbst die Rangordnung unter sich ausmachen, außerdem kommen sie in den Genuss einer besonderen „Kuhstall-Spa-Behandlung“: Sie haben eine elektrische Bürste zur Verfügung, mit der sie genüsslich ihre Hinterteile reiben. „Wir haben hier besondere Massagebürsten, damit sich die Kühe immer sauber halten und zugleich eine Massage bekommen – sie nützen das gerne!“ lachte die engagierte Bäuerin. 140 Liter Milch werden täglich am Hof verarbeitet. Im Käseproduktionsraum nebenan, in dem die gemolkene Milch gleich durch einen Schlauch in die Kessel transportiert wird, lag ein weißer Käselaib, der wie eine weiße Hochzeitstorte aussah. „Der ist von heute Morgen. Er muss zur Vollendung jetzt in die Reifekammer, wo wir zuerst schon waren.“ stellte Frau Pichler zufrieden fest.

BRODELNDE MARMELADE UND ARABISCHE

WIDMUNGEN

Wir gingen zurück zum Hofladen und sahen die ausgelernte Jungbäuerin Melanie Pichler Holz streichen. „Unsere Melanie ist am Hof angestellt, sie ist mit Leib und Seele Bäuerin!“ erklärte die stolze Mutter. In der Küche neben dem Hofladen köchelte bereits eine Brombeermarmelade vor sich hin. Das Rezept ist ganz einfach: 1:1 Zucker und Frucht, fein passiert und in ein mit Rum ausgeschwemmtes Glas eingefüllt. Fertig ist der feine Fruchtgenuss. Die Erfolgsgeschichte des Hofes bei den Pichlers hat mit einer Kuh begonnen und 12 Jahre später ist das Augut ein Hotspot der Regionalitätsprodukte für Einheimische und Touristen geworden: Im mit Zirbenholz gebundenen Gästebuch ist die Mehrzahl der Widmungen in arabischer Schrift verfasst. Ich persönlich schwöre ja auf das krosse Krustenbrot - frisch aus dem Holzofen! Wer diese knusprig würzige Erfahrung auch machen möchte, der sollte einfach nach Zell am See fahren und sich selbst überzeugen!

Augut - Familie Pichler

Sonnbergweg 4, A - 5700 Zell am See Tel.: +43 664 4810803 E-Mail: hofladen@augut.at Internet: www.augut.at

  APP- UND LINK-TIPP

WER NICHT IN ZELL AM SEE WOHNT… …kann trotzdem diese Produkte kaufen, denn entweder bestellt man sie online beim GENUSS REGION ÖSTERREICH Onlineshop, oder man lädt sich die App „AbHof“ auf sein Handy herunter und kann sich so den nächstgelegenen AbHof-Betrieb suchen, um einen regionalen zu tätigen. www.abhofladen.at Der Auhof ist ein Mitglied dieser AbHof-App-Initiative. Einfach genial!
Augut Hof - Zell am See © Foto: Rasbortschan - So schmeckt Österreich

  TIPP

EIN TAG AM BAUERNHOF Familie Pichler bietet Hofführungen an. Diese sind nicht nur für Erwachsene sehr interessant, sondern für Kinder äußerst sinnvoll, da sie hier einen Betrieb kennen lernen, der fast ausschließlich regionale Produkte führt. Im Sommer wird auch 3-4 mal in der Woche Brot im neuen Brotofen vor der Haustüre gebacken. Die Hofführungen sind nur über den Tourismusverband Zell am See buchbar.
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JUNI 2018

DAS AUGUT - EIN REGIONALES

SCHLARAFFENLAND

HAUS- UND HOF-G‘MACHTER KANN‘S NIRGENDS

WERDEN!

Wie immer, wenn ich einen Bauernhof besuche, begrüßt mich als erstes der Hofhund. In diesem Falle war es der zutrauliche Kappa, der sogar mit der Hofkatze Tequilla schmust. Als nächstes wehte mir ein würziger Duft über die saftig-grünen Hofwiesen, der eindeutig einem frischgebackenen Brot zuzuordnen ist, entgegen. Ich folgte meiner Nase und landete direkt im Hofladen, in dem mich Frau Ingeborg Pichler, die Chefin des Augutes auch gleich zu einer Hofführung empfing. Der erste Stopp war das Käsekammerl, in dem dekorativ Vollmilch-Käselaibe auf ihr richtiges Reifestadium warten. Bockshornklee-Käse ist momentan die Lieblingssorte von Frau Pichler, aber die Geschmacksrichtungen sind saisonal verschieden. Als Tipp für die Köche unter uns: Für die berühmten Pinzgauer Kasnocken nimmt man übrigens einen mageren Käse, damit er sich besser auf den Nocken zieht, habe ich erfahren (und prompt Lust auf diese Nocken bekommen). Kleine Laibe reifen 4 Wochen, große bis zu 5 Monate und sie werden immer fürsorglich von der Familie gehegt und gepflegt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Unsere Kühe geben Milch, die Milch wird zu Käse, die Molken verfüttern wir dann den Schweinen, wenn sie im Sommer bei uns sind. So ist der Kreislauf am Hof am Wirtschaftlichsten und Natürlichsten.“

FLEIßIGE BIENEN IM SCHWEREINSATZ

„Jeden Tag was Neues, nütze den Tag und jeden Tag Vollgas“ sind die Leitsätze der Familie Pichler und ihren zwei Helferinnen Susanne und Daniela. Sie führen zusammen den Bauernhof so fleißig, wie die eigenen Bienen Honig sammeln. Hergestellt wird alles, was das Herz (und der Magen) begehrt: Würste und Schinken vom Schwein, Wild (aus der eigenen Jagd) und vom Rind. Duftendes, würziges Roggenbrot, mit knuspriger Kruste, Butter, Käse, fruchtige Marmeladen, Säfte, Schnäpse aus der eigenen Brennerei, Most von den Streuobstwiesen vor der Haustüre und der goldene Honig. Ein Schlaraffenland, das für einen Österreicher schon eine wahre Genussfreude verspricht, aber für Touristen, von denen es in der Region Zell am See im sonnigen Pinzgau, Land Salzburg, viele gibt, ist es eine wahre Sensation. Vor allem arabische Gäste zieht es magisch an, darum ist der Hofladen am Augut auch auf Arabisch angeschrieben. Ein ungewöhnlicher Anblick auf einer Almwiese, aber es beweist, dass authentische Esskultur ein Aushängeschild für ein Land ist. Ein Kulturgut, das durch den Magen geht.

EINE „TO-RENT-SCHLACHTKAMMER“

UND EINE TONNE STIER IM STALL

In der Schlachtkammer am Hof, die 10 m vom Kuhstall entfernt liegt, ist es möglich, sein eigenes Nutzvieh zu schlachten, weil Familie Pichler sie vermietet. Wenn sie sie selbst nützt, werden Blutwürste und feine andere Schlachtplattenwaren auf Bestellung hergestellt. Im Herbst ist die Hochsaison der Fleischverarbeitung, im Sommer stehen die Ochsen auf der Alm und die Kühe bleiben auf Wiesen im Tal. „Die älteste Kuh im Stall ist 14 Jahre alt. Solange sie einmal im Jahr kalbt und Milch gibt, bleibt sie bei uns. Die Ochsen werden nach drei Almensommern geschlachtet. Im Sommer sind dann Schweine im Kuhstall, damit der Stall ausgelastet ist.“ Dass die Frischfleischwaren reißenden Absatz finden, weil sie so authentisch schmecken, ist klar. Weniger klar war mir bisher, dass ein Stier bis zu einer Tonne wiegt – und so ein Exemplar steht imposant im Viehstall im Nachbargebäude des Hofladens. Wuchtig sieht der Zuchtstier aus und er wäre sich auch seiner Autorität bewusst, wenn sie ihm zuerkannt werden würde. Aber das darf nicht sein, denn sonst wäre dieses unglaublich starke und schwere Tier absolut lebensgefährlich für die Bauern. „Der Stier muss unter dem Bauer sein!“ heißt es bei den Viehhaltern. „Ein prinzipiell böses Rind gibt es nicht. Vieh verteidigt auf der Alm nur die Jungtiere, aber das wollen die Leute scheinbar nicht wahrhaben, die den Jungtieren zu nahe kommen und sie streicheln wollen!“ setzte sie fort. „Einfach sich den Rindern auf der Alm nicht nähern, die Hunde anleinen und zügig an der Herde vorbeigehen, dann werden sie auch den Wanderer nicht attackieren!“ coachte sie mich für meinen nächsten Almenausflug ein, während mir ein junges Kälbchen langsam aber sicher meinen Schal vom Hals in den Stall zu sich zog und genüsslich daran saugte.

RANGORDNUNG, KUHSTALL-SPA UND

KÄSIGE HOCHZEITSTORTEN

Die Kühe dürfen im Laufstall die Hörner behalten, weil sie selbst die Rangordnung unter sich ausmachen, außerdem kommen sie in den Genuss einer besonderen „Kuhstall- Spa-Behandlung“: Sie haben eine elektrische Bürste zur Verfügung, mit der sie genüsslich ihre Hinterteile reiben. „Wir haben hier besondere Massagebürsten, damit sich die Kühe immer sauber halten und zugleich eine Massage bekommen – sie nützen das gerne!“ lachte die engagierte Bäuerin. 140 Liter Milch werden täglich am Hof verarbeitet. Im Käseproduktionsraum nebenan, in dem die gemolkene Milch gleich durch einen Schlauch in die Kessel transportiert wird, lag ein weißer Käselaib, der wie eine weiße Hochzeitstorte aussah. „Der ist von heute Morgen. Er muss zur Vollendung jetzt in die Reifekammer, wo wir zuerst schon waren.“ stellte Frau Pichler zufrieden fest.

BRODELNDE MARMELADE UND

ARABISCHE WIDMUNGEN

Wir gingen zurück zum Hofladen und sahen die ausgelernte Jungbäuerin Melanie Pichler Holz streichen. „Unsere Melanie ist am Hof angestellt, sie ist mit Leib und Seele Bäuerin!“ erklärte die stolze Mutter. In der Küche neben dem Hofladen köchelte bereits eine Brombeermarmelade vor sich hin. Das Rezept ist ganz einfach: 1:1 Zucker und Frucht, fein passiert und in ein mit Rum ausgeschwemmtes Glas eingefüllt. Fertig ist der feine Fruchtgenuss. Die Erfolgsgeschichte des Hofes bei den Pichlers hat mit einer Kuh begonnen und 12 Jahre später ist das Augut ein Hotspot der Regionalitätsprodukte für Einheimische und Touristen geworden: Im mit Zirbenholz gebundenen Gästebuch ist die Mehrzahl der Widmungen in arabischer Schrift verfasst. Ich persönlich schwöre ja auf das krosse Krustenbrot - frisch aus dem Holzofen! Wer diese knusprig würzige Erfahrung auch machen möchte, der sollte einfach nach Zell am See fahren und sich selbst überzeugen!

Augut - Familie Pichler

Sonnbergweg 4, A - 5700 Zell am See Tel.: +43 664 4810803 E-Mail: hofladen@augut.at Internet: www.augut.at

  APP- UND LINK-TIPP

WER NICHT IN ZELL AM SEE WOHNT… …kann trotzdem diese Produkte kaufen, denn entweder bestellt man sie online beim GENUSS REGION ÖSTERREICH Onlineshop, oder man lädt sich die App „AbHof“ auf sein Handy herunter und kann sich so den nächstgelegenen AbHof-Betrieb suchen, um einen regionalen zu tätigen. www.abhofladen.at Der Auhof ist ein Mitglied dieser AbHof-App-Initiative. Einfach genial!

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„SO SCHMECKT ÖSTERREICH“ Wer noch mehr Inspiration bzgl. GenussRegionsprodukte haben möchte, findet sie in meinem Buch „So schmeckt Österreich“. Es beinhaltet interessante Berichte über das Produkt, Ausflugstipps und Anbieter der Region und ist „garniert“ mit vielen Landschaftsfotos. BUCH „So schmeckt Österreich“

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EIN TAG AM BAUERNHOF Familie Pichler bietet Hofführungen an. Diese sind nicht nur für Erwachsene sehr interessant, sondern für Kinder äußerst sinnvoll, da sie hier einen Betrieb kennen lernen, der fast ausschließlich regionale Produkte führt. Im Sommer wird auch 3-4 mal in der Woche Brot im neuen Brotofen vor der Haustüre gebacken. Die Hofführungen sind nur über den Tourismusverband Zell am See buchbar.
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MAG. TATJANA RASBORTSCHAN   KARL-ADRIAN-STR. 3 - A-5020 SALZBURG   TELEFON 0043  662  85 41 38   FAX 0043  662  85 41 38   E-MAIL INFO@RASBORTSCHAN.AT NEWSLETTER ABO
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FLEIßIGE BIENEN IM SCHWEREINSATZ

„Jeden Tag was Neues, nütze den Tag und jeden Tag Vollgas“ sind die Leitsätze der Familie Pichler und ihren zwei Helferinnen Susanne und Daniela. Sie führen zusammen den Bauernhof so fleißig, wie die eigenen Bienen Honig sammeln. Hergestellt wird alles, was das Herz (und der Magen) begehrt: Würste und Schinken vom Schwein, Wild (aus der eigenen Jagd) und vom Rind. Duftendes, würziges Roggenbrot, mit knuspriger Kruste, Butter, Käse, fruchtige Marmeladen, Säfte, Schnäpse aus der eigenen Brennerei, Most von den Streuobstwiesen vor der Haustüre und der goldene Honig. Ein Schlaraffenland, das für einen Österreicher schon eine wahre Genussfreude verspricht, aber für Touristen, von denen es in der Region Zell am See im sonnigen Pinzgau, Land Salzburg, viele gibt, ist es eine wahre Sensation. Vor allem arabische Gäste zieht es magisch an, darum ist der Hofladen am Augut auch auf Arabisch angeschrieben. Ein ungewöhnlicher Anblick auf einer Almwiese, aber es beweist, dass authentische Esskultur ein Aushängeschild für ein Land ist. Ein Kulturgut, das durch den Magen geht.

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In der Schlachtkammer am Hof, die 10 m vom Kuhstall entfernt liegt, ist es möglich, sein eigenes Nutzvieh zu schlachten, weil Familie Pichler sie vermietet. Wenn sie sie selbst nützt, werden Blutwürste und feine andere Schlachtplattenwaren auf Bestellung hergestellt. Im Herbst ist die Hochsaison der Fleischverarbeitung, im Sommer stehen die Ochsen auf der Alm und die Kühe bleiben auf Wiesen im Tal. „Die älteste Kuh im Stall ist 14 Jahre alt. Solange sie einmal im Jahr kalbt und Milch gibt, bleibt sie bei uns. Die Ochsen werden nach drei Almensommern geschlachtet. Im Sommer sind dann Schweine im Kuhstall, damit der Stall ausgelastet ist.“ Dass die Frischfleischwaren reißenden Absatz finden, weil sie so authentisch schmecken, ist klar. Weniger klar war mir bisher, dass ein Stier bis zu einer Tonne wiegt – und so ein Exemplar steht imposant im Viehstall im Nachbargebäude des Hofladens. Wuchtig sieht der Zuchtstier aus und er wäre sich auch seiner Autorität bewusst, wenn sie ihm zuerkannt werden würde. Aber das darf nicht sein, denn sonst wäre dieses unglaublich starke und schwere Tier absolut lebensgefährlich für die Bauern. „Der Stier muss unter dem Bauer sein!“ heißt es bei den Viehhaltern. „Ein prinzipiell böses Rind gibt es nicht. Vieh verteidigt auf der Alm nur die Jungtiere, aber das wollen die Leute scheinbar nicht wahrhaben, die den Jungtieren zu nahe kommen und sie streicheln wollen!“ setzte sie fort. „Einfach sich den Rindern auf der Alm nicht nähern, die Hunde anleinen und zügig an der Herde vorbeigehen, dann werden sie auch den Wanderer nicht attackieren!“ coachte sie mich für meinen nächsten Almenausflug ein, während mir ein junges Kälbchen langsam aber sicher meinen Schal vom Hals in den Stall zu sich zog und genüsslich daran saugte.

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Die Kühe dürfen im Laufstall die Hörner behalten, weil sie selbst die Rangordnung unter sich ausmachen, außerdem kommen sie in den Genuss einer besonderen „Kuhstall-Spa-Behandlung“: Sie haben eine elektrische Bürste zur Verfügung, mit der sie genüsslich ihre Hinterteile reiben. „Wir haben hier besondere Massagebürsten, damit sich die Kühe immer sauber halten und zugleich eine Massage bekommen – sie nützen das gerne!“ lachte die engagierte Bäuerin. 140 Liter Milch werden täglich am Hof verarbeitet. Im Käseproduktionsraum nebenan, in dem die gemolkene Milch gleich durch einen Schlauch in die Kessel transportiert wird, lag ein weißer Käselaib, der wie eine weiße Hochzeitstorte aussah. „Der ist von heute Morgen. Er muss zur Vollendung jetzt in die Reifekammer, wo wir zuerst schon waren.“ stellte Frau Pichler zufrieden fest.

BRODELNDE MARMELADE UND

ARABISCHE WIDMUNGEN

Wir gingen zurück zum Hofladen und sahen die ausgelernte Jungbäuerin Melanie Pichler Holz streichen. „Unsere Melanie ist am Hof angestellt, sie ist mit Leib und Seele Bäuerin!“ erklärte die stolze Mutter. In der Küche neben dem Hofladen köchelte bereits eine Brombeermarmelade vor sich hin. Das Rezept ist ganz einfach: 1:1 Zucker und Frucht, fein passiert und in ein mit Rum ausgeschwemmtes Glas eingefüllt. Fertig ist der feine Fruchtgenuss. Die Erfolgsgeschichte des Hofes bei den Pichlers hat mit einer Kuh begonnen und 12 Jahre später ist das Augut ein Hotspot der Regionalitätsprodukte für Einheimische und Touristen geworden: Im mit Zirbenholz gebundenen Gästebuch ist die Mehrzahl der Widmungen in arabischer Schrift verfasst. Ich persönlich schwöre ja auf das krosse Krustenbrot - frisch aus dem Holzofen! Wer diese knusprig würzige Erfahrung auch machen möchte, der sollte einfach nach Zell am See fahren und sich selbst überzeugen!

Augut - Familie Pichler

Sonnbergweg 4, A - 5700 Zell am See Tel.: +43 664 4810803 E-Mail: hofladen@augut.at Internet: www.augut.at

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  TIPP

EIN TAG AM BAUERNHOF Familie Pichler bietet Hofführungen an. Diese sind nicht nur für Erwachsene sehr interessant, sondern für Kinder äußerst sinnvoll, da sie hier einen Betrieb kennen lernen, der fast ausschließlich regionale Produkte führt. Im Sommer wird auch 3-4 mal in der Woche Brot im neuen Brotofen vor der Haustüre gebacken. Die Hofführungen sind nur über den Tourismusverband Zell am See buchbar.
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